Die Feldkartierung erfolgte im Rahmen eines Infrastrukturprojekts der Stuttgart–Ulm GmbH im Bereich von fünf Bahnübergängen und diente der umfassenden ökologischen Bestandsaufnahme als Grundlage für Planung, Genehmigung und umweltfachliche Begleitung der Maßnahmen. Erfasst wurden relevante Artengruppen und Lebensräume, darunter Säugetiere, Fledermäuse, Insekten, die Avifauna sowie aquatische und semi-aquatische Lebensräume mit ihren begleitenden Ufer- und Randstrukturen.
Besonderes Augenmerk lag auf der funktionalen Bedeutung der Bahnübergänge und ihres Umfeldes als Vernetzungsachsen, Wanderkorridore und Kontaktzonen zwischen linearen Infrastrukturelementen und angrenzenden Naturräumen. Die spezifischen Belastungsfaktoren durch Schienenverkehr, Lärm, Erschütterungen, technische Anlagen, Beleuchtung sowie Barrierewirkungen und Zerschneidungseffekte wurden in der fachlichen Bewertung gezielt berücksichtigt. Die komplexen ökologischen Rahmenbedingungen im Bereich von Bahnübergängen, geprägt durch Gleisanlagen, Böschungen, Entwässerungsstrukturen, technische Bauwerke und kleinräumige Habitatmosaike, erforderten angepasste Kartiermethoden und eine differenzierte fachliche Bewertung.
Die Lurberg GmbH übernahm die vollständige Planung, Durchführung und Auswertung der Feldkartierungen einschließlich der methodischen Konzeption, der spezialisierten Erfassungen (u. a. Fledermausdetektion), der Dokumentation sowie der naturschutzfachlichen und artenschutzrechtlichen Bewertung. Damit wurde eine belastbare ökologische Datengrundlage geschaffen, die eine umweltverträgliche Projektentwicklung und die fachlich fundierte Integration von Natur- und Artenschutz in die Infrastrukturplanung der Stuttgart–Ulm GmbH ermöglicht.