Im Rahmen des Bundesprogramms Digitale Schiene Deutschland (DSD) wird mit dem Projekt Digitaler Knoten Stuttgart (DKS) – Baustein 3 die Digitalisierung der Leit- und Sicherungstechnik vorangetrieben. Parallel zu den technischen Maßnahmen werden umfangreiche Umweltplanungsleistungen erbracht, deren Ergebnisse im Rahmen eines innovativen Green-BIM-Pilotprojekts erstmals systematisch in die BIM-basierte Projektplanung integriert werden.
Ziel des Pilotprojekts ist die digitale Verknüpfung von Umweltplanungsdaten mit den BIM-Fachmodellen der Infrastrukturplanung. Damit wird ein wichtiger Schritt zur Zusammenführung von „grüner“, „blauer“ und „grauer“ Infrastruktur auf einer gemeinsamen digitalen Datenbasis vollzogen. Das Projekt untersucht und etabliert die bidirektionale Interaktion zwischen GIS- und BIM-Systemen (GIS-to-BIM und BIM-to-GIS), um umweltrelevante Informationen frühzeitig und durchgängig in die Planungs-, Koordinations- und Entscheidungsprozesse einzubinden.
Hierfür werden bestehende GIS-Daten aus der Umweltplanung in das offene BIM-Format IFC überführt, gemäß den Vorgaben des Auftraggebers sowie der DB InfraGO strukturiert aufbereitet und mit den erforderlichen Attributen ausgestattet. Die einzelnen Teilmodelle werden fachübergreifend zusammengeführt, georeferenziert und zu einem konsistenten Umwelt-Fachmodell entwickelt. Ergänzend erfolgen die Qualitätssicherung der Modelle, die Bereitstellung der Daten in den Formaten IFC und GeoJSON sowie die Dokumentation beziehungsweise Fortschreibung des BIM-Abwicklungsplans (BAP).
Das Pilotprojekt schafft die Grundlage für eine integrierte digitale Betrachtung von Infrastruktur-, Umwelt- und Landschaftsbelangen und demonstriert, wie Umweltdaten künftig als gleichwertiger Bestandteil BIM-basierter Planungsprozesse genutzt werden können. Durch die digitale Vernetzung von Natur-, Gewässer- und Verkehrsinfrastrukturen werden Transparenz, Koordination und Nachvollziehbarkeit in komplexen Infrastrukturprojekten nachhaltig verbessert.