Die Strecke Würzburg–Treuchtlingen (Strecke 5321) stellt eine wichtige Nord-Süd-Verbindung im bayerischen Schienennetz dar und ist sowohl für den regionalen Schienenpersonenverkehr als auch für den überregionalen Verkehr von hoher Bedeutung. Im Rahmen des bundesweiten Programms zur Generalsanierung hochbelasteter Schienenkorridore planen die Bundesregierung und die Deutsche Bahn AG eine umfassende Modernisierung der Strecke mit dem Ziel, Leistungsfähigkeit, Betriebsqualität und Zuverlässigkeit der Infrastruktur langfristig zu verbessern. Hierfür ist vorgesehen, innerhalb einer rund 24-wöchigen Totalsperrung umfangreiche Erneuerungs- und Modernisierungsmaßnahmen an der bestehenden Infrastruktur durchzuführen.
Im Zuge der Generalsanierung werden wesentliche Bestandteile der Eisenbahninfrastruktur erneuert oder modernisiert. Dazu zählen insbesondere Gleise, Weichen, Oberleitungsanlagen sowie Bahnübergänge. Darüber hinaus sind Maßnahmen an bestehenden Bauwerken, wie Verkehrsstationen, Brücken und Durchlässen, vorgesehen. Die geplanten Maßnahmen dienen der nachhaltigen Sicherung der Betriebsqualität sowie der Anpassung der Infrastruktur an zukünftige Anforderungen des Schienenverkehrs.
Zur Sicherstellung der umweltfachlichen Genehmigungsfähigkeit des Vorhabens sind im Rahmen der Planung verschiedene naturschutz- und umweltfachliche Untersuchungen und Fachbeiträge zu erarbeiten. Hierzu gehören insbesondere die Erstellung eines landschaftspflegerischen Begleitplans (LBP) einschließlich Detailbiotopkartierung, die Ausarbeitung eines artenschutzrechtlichen Fachbeitrags, die Durchführung von FFH-Vorprüfungen sowie Screening-Unterlagen im Rahmen der Vorprüfung zur Umweltverträglichkeitsprüfung. Ergänzend sind ein Fachbeitrag zur Wasserrahmenrichtlinie sowie spezielle Kartierungen, unter anderem Höhlenbaumkartierungen, Bestandteil der umweltfachlichen Bearbeitung. Diese Untersuchungen bilden die fachliche Grundlage für die Bewertung möglicher Umweltauswirkungen des Vorhabens sowie für die Entwicklung geeigneter Maßnahmen zur Vermeidung, Verminderung und zum Ausgleich von Eingriffen in Natur und Landschaft.